My Playlist: Einige derzeit gerne gehörte LPs, EPs, Singles, Flexidiscs, CDs und Downloads und anderes

Steely Dan
“Pretzel Logic”
(LP / ABC Records / 1974)
Die dritte LP von Walter Becker und Donald Fagen und natürlich mit “Rikki Don't Lose That Number”, “With A Gun” und dem ingeniösen Charlie Parker-Gruß “Parker's Band”. We will never lose these songs.

Element of Crime
“Immer da wo Du bist bin ich nie”
(CD / Universal / 2009)
Der Bollerkopf Sven Regener bollert wieder seine Bollerlieder, zu denen wir uns so gerne niederlassen und zuhören, während jemand anderes das nächste Bier klarmacht. Bierselig, rührselig, aus dem rostigen Herzen gespielt.

Palm Springs
“Blood & Water”
(7” / Rank Records / 2008)
Fast keine andere Band liefert mit jeder Single so unglaubliche Songs wie Palm Springs. Auch “Blood & Water”, das zunächst nur in einer Wolfgang Doebeling-Sonderedition zu haben war, macht da keine Ausnahme. Das kleine und tolle Rank-Label verdient ebenfalls Beachtung.

Another Sunny Day
“London Weekend”
(LP / Sarah Records / 1992)
Schöner scheitern: Harvey Williams misanthropische Gesänge aus dem Hinterzimmer, sinistre Gedanken in Glasgow-Grau, leise gesungen zu sterbensschönen Melodien wie etwa “I Don't Suppose I'll Get A Second Chance”.

The Field Mice
“Where'd You Learn To Kiss That Way”
(CD / Shinkansen / 1998)
Eine Compilation der beseelten Twee-Popper, und alles, wirklich alles ist drauf: “September's Not So Far Away”, “When Morning Comes To Town”, “Sensitive” und gefühlte 33 weitere Hits aus den Tearjerker-Charts. Ersetzt indes nicht die Mission, das Original-Sarah-Vinyl komplett zu besitzen.

Holger Hiller und Andreas Dorau
“Guten Morgen Hose (Eine Kurzoper)”
(12” / Ata Tak WR / 1984)
Ungefähr so war es: Andreas Dorau hatte das Angebot bekommen, in einer Fernsehsendung vier Stücke bei voller künstlerischer Freiheit zu spielen und schrieb mit Holger Hiller eine surreale Oper. Aus Textfragmenten entstand ein Libretto, gesungen von Putzfrauen und Gemüsehändlern.

The Gun Club
“Miami”
(LP / IRS / 1982)
Nach dem sehr erfolgreichen Debüt “Fire Of Love” zog der Gun Club die Knarre: Ward Dotson ersetzte Congo Powers und als Gäste waren unter anderem Debbie Harry und Chris Stein an Bord. Der Qualität tat es keinen Abbruch: Country und Post-Punk in einer inkonsumerablen Verbindung.

The Del-Monas
“Do The Uncle Willy”
(LP / Skyclad / 1989)
Vortreffliches Geschepper mit tatkräftiger Hilfe von Wild Billy Childish. Oder auch: Upbeat ravers in the spirit of the Shangri-Las, Lesley Gore, Nancy Sinatra und anderen “tough-but-tender” girl acts.

Einstürzende Neubauten
“Ende Neu Remixes”
(CD / Rough Trade / 1997)
Die Kunstmusik wird durch den Kunstmusikreißwolf gezogen, na gut, aber was für großartige Remixe von Jon Spencer (“Ende neu”) oder Barry Adamson (“Installation No. 1”). Zwischendurch ist man allerdings fast froh, wenn der Launebär Blixa Bargeld seine Textbausteine in den Beat zischen darf.

Nightmares on Wax
“A Word Of Science”
(LP / Warp / 1991)
Downbeat, Entspannung, so genanntes “Chillen”, nur wenig Aufregung: George Evelyn und Kevin Haper verursachten mit dem Debüt alles andere als Alpträume.

The Flaming Stars
“Sell Your Soul to the Flaming Stars”
(LP / Vinyl Japan / 1997)
Die zweite Platte der Flaming Stars, aufgenommen in nur neun Tagen und nicht weniger als monolithisch. Don't Mean a Thing If You Haven't Got the King!

MC Paul Barman
“Paullelujah!”
(CD / Coup dÈtat / 2002)
Juckpulver-Rap mit nicht immer den besten Scherzen, besten Beats und besten Ideen – aber eben Juckpulver-Rap von einem hibbeligen Spaßvogel, dessen Flow bisweilen an Spoonie Gee erinnert und der in Summe durchaus erfrischend sein kann. Cock Mobster!

wewewe

Belle & Sebastian
“I'm Waking Up To Us”
(7” / Jeepster / 2001)
Bittersüßes Liebeslied, der zickigen Isobel gewidmet und ohne Rückkehr: “I never wanted to do harm to her/ I only wanted her to see/ The beauty of the world surrounding her/ But when she opened up her eyes/ Its much too late/ Our chance has gone”.

Leonard Cohen
“Songs Of Love And Hate”
(LP / Columbia / 1971)
“There's no hot water and the cold is running thin/ Well, what do you expect from the kind of places you've been living in?/ Don't drink from that cup, it's all caked and cracked along the rim/ That's not the electric light, my friend, that is your vision growing dim”